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Offizier der Liberia National Police, General Commander des Zone Eight Depot in Paynesville

Tarnue Kerkula

Tarnue Kerkula lebt in Demut und ist bereit, der Öffentlichkeit als Offizier der Liberia National Police (LNP) zu dienen.

Seine Arbeit im Bereich der Strafverfolgung beinhaltet mehr als was man als sichtbar sehen kann, sondern wiederspiegelt vielmehr auch ein persönlicher Pragmatismus unter jenen Liberianern, die darum kämpfen, einen robusten Sicherheitssektor aufzubauen.

Aufgrund seines persönlichen, herausragenden Engagements zur Förderung des friedlichen Zusammenseins in den Liberianischen Kommunen, namentlich in Wohngebieten mit hoher Kriminalität, wurde Commander Kerkula Einstimmig vom Team der BTF Stiftung in Monrovia zur Persönlichkeit des Monats März bestimmt. Er hat diese Ehre mit Stolz angenommen und sich dazu bekennt, noch mehr für den öffentlichen Dienst zu tun.

Kerkula dient derzeit als General Commander des Zone Eight Depot in Paynesville.

Kerkulas Geschichte

„Ich bin ein Sohn Liberias und komme aus dem Lofa County im Bezirk Kolahun; bin ein hingebungsvoller Christ, der verheiratet ist. Ich arbeite seit acht Jahren als Chief Superintendent und studiere an der Universität von Liberia an meinem Master in öffentlicher Verwaltung und Management. „

«Ich bin einer der Initianten, die das Community Police Konzept der LNP zum Wohle des Gemeinwesens umzusetzen begann.»

Tarnue’s Beziehung und Erfahrung mit der Gemeinschaft

Seine persönlichen Beziehungen zu Mitgliedern der Gemeinden dienen ihm dazu, anderen Polizisten zu zeigen, wie daraus ein beidseitiges Vertrauensverhältnis entstehen kann.

„Ich sehe die Menschen in meinen Wohnbereichen wie wenn sie meine Vorgesetzten wären, denn es ist mir eine Freude, diesen Menschen zu dienen.»

Als langjähriger Bewohner der Freedom-Land Community in Paynesville City, habe ich mich seit jeher für ein friedliches Zusammenleben engagiert; angefangen in Schulen, in der Kirche, im privaten Sicherheitsbereich und jetzt als kommandierender Offizier, der liberianischen Nationalpolizei, die meiner Nation dient. „

In seiner Rolle als dem Volk «dienender» fühlt er Traurigkeit, wenn Menschen aufgrund ihrer Schwächen und Verletzlichkeiten schutzlos Misshandlungen ausgesetzt sind.

„Ich fühle, dass es meine Pflicht ist, meiner Nation zu dienen, besonders dort, wo Menschen verletzlich sind und misshandelt werden und Hilfe benötigen. Würde ich nicht aktiv etwas tun und nur zusehen was passiert, gibt es auch keine wirksame Veränderung. Ich bin davon überzeugt, dass es nur einen Weg gibt die Bevölkerung wirksam zu schützen und das ist laufende Weiterbildung für mich als Polizist. Die dafür zuständige Behörde ist die Liberianische Nationalpolizei, deren ausgezeichnete Anstrengungen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit durch täglichen Kontakt mit der Bevölkerung immer mehr Wirkung entfalten».

Als bekennender Dienstleistender und früheres Mitglied des Pfadfinders spürt er, dass ihm die Polizeiarbeit sehr zusagt und es ihm daher leichtfällt, in der Gemeinschaft zu arbeiten.

«Ich bin sehr stolz, weil ich kein Commander bin, der nur im Büro sitzt und das Kommando gibt. Ich bin täglich in meinem Einsatzgebiet selber unterwegs und pflege persönliche Kontakte mit der Bevölkerung und mit meinen Polizisten».

Wirkung der Polizeiarbeit der Liberia National Police

15 Jahre Dienst bei der Polizei von Liberia mag wohl bedeutsam sein, aber Tarnue hat das Gefühl, dass er seinem Land noch mehr zu bieten hat.

„Ich bin seit 15 Jahren bei der LNP und habe einen wesentlichen Unterschied gemacht.

Als ich der Liberia National Police beitrat, war Paynesville das Brutgebiet mit der höchsten Kriminalität in Montserrado „

„Im Jahr 2004 hatten wir eine Bande von Kriminellen, die im Viertel Redlight in Paynesville“ «Asakaba» genannt wurden. Die Bewohner dieses Viertels wurde von der Bande terrorisiert, bestohlen, geschlagen und missbraucht. Bei der Ausführung ihrer Taten benutzten die Kriminellen ein Gospellied, das üblicherweise in liberianischen Kirchen zum Lobpreis und zur Anbetung gesungen wurde: „Hebe ihn höher, hebe Jesus höher“. Während ein Opfer in ihrem Bandengebiet überfallen und attackiert wurde, sangen sie: „Heb ihn höher; bring ihn runter, gibt uns das Geld das du hast, jawohl».

Nachdem ich dort das Kommando übernommen hatte, konnte ich sicherstellen, dass das Gebiet von der Bande befreit werden konnte.»

„Während ich in Redlight als Kommandant der Zone 9 diente, war ich in der Lage, mit unseren Community Police Officern so zusammenzuarbeiten, dass die vielen kriminellen Banden, die ihr Unwesen in Paynesville trieben, zu stürzen, einschließlich der berüchtigten ‚Turtle Base‘, und diese Massnahmen der Polizei in Zone 9 funktionieren noch immer.“

Beziehung mit der Bowier Trust Foundation

2014 – während der EBOLA Krise – begann Commander Kerkula mit der Zusammenarbeit mit dem damaligen UNPOL Peacekeeper, Police Captain Felix Walz, dem späteren Gründer der Bowier Trust Foundation und wurde mit ihm eng befreundet.

Kerkuka hat die Bowier Trust Foundation als Rampenlicht genutzt, um in verschiedenen Gemeinschaften ein starkes Sicherheitsbewusstsein und stärkere Beziehungen zu schaffen.

„Ich muss dem allmächtigen Gott dankbar sein, denn mit der Bowier Trust Foundation, einer NGO, die dieses Konzept wirklich unterstützt und unsere Ideen unterstützt.

Dieses von Bowier Trust initiierte Konzept wurde zu 100% von unserem politischen Repräsentanten, Hon. Samuel Enders unterstützt und wir haben bereits eine Liste von über 210 Personen (private, am Wohlergehen interessierte Bürger), die bereit sind, Teil der kommunalen Sicherheit zu werden. “ (Anmerkung Redaktion: eine Art Bürgerwehr unter Polizeiführung)

Ruf nach Kapazitätsentwicklung bei der Polizei

„Wir glauben an den Aufbau von Kapazitäten, und wir überprüfen die Eignung von Polizeibewerber; Wir bilden sie in der bürgernahen Polizeiarbeit aus und legen Wert auf Informationsaustausch; sorgen für die Einhaltung der Menschenrechte, gemäss unserer Verfassung und trainieren sie in der Anwendung von polizeilich nötiger Gewalt sowie in der Einschränkung ihrer Befugnisse gemäss dem verfassungsmässigen Verhaltenskodex.

Herausforderungen im polizeilichen Alltag und Motorradbanden

Mobilität der Polizisten bleibt eine Herausforderung nicht nur im Zuständigkeitsbereich von Supt. Kerkulas Zone 8 der LNP, sondern auch in mehreren anderen Einsatzzonen.

„Mobilität ist eine ernsthafte Herausforderung, aber die begrenzte Ressourcen, die wir haben, nutzen wir bestmöglich dazu, unseren Menschen zu dienen.

Einige Gemeinden sind örtlich so gelegen, dass im Einsatzfall der Zugang nicht einfach ist und die Reaktionszeit der Polizei unzuverlässig und viel zu lange dauert.

Wir möchten, dass BTFS uns in diese Richtung hilft und uns auch mit mindestens drei zur Verfügung gestellten Laptops unterstützt, die uns dabei helfen werden, unsere Schreibarbeit einfacher durchzuführen, weil wir im digitalen Zeitalter sind und das dem schnelleren Informationsaustausch dient und damit die Polizeiarbeit effizienter macht» – so Supt. Kerkula.

Abschliessend beurteilt Kerkula die Beziehung zwischen den berüchtigten Motorradbanden, der Liberia National Police und der BTFS aufgrund bisheriger Kontakte als lebhaft und wie er feststelle sei eine noch nie dagewesene Partnerschafts-Entwicklung im Gange; betonte jedoch die Notwendigkeit, dass noch weitere solche gemeinsamen Trainings durchgeführt werden müssen.