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Mein Leben - mein Liberia: unsere Bevölkerung, persönlich und authentisch

April 2018

Tarnue Kerkula – Offizier der Liberia National Police, General Commander des Zone Eight Depot in Paynesville

Tarnue Kerkula lebt in Demut und ist bereit, der Öffentlichkeit als Offizier der Liberia National Police (LNP) zu dienen.

Seine Arbeit im Bereich der Strafverfolgung beinhaltet mehr als was man als sichtbar sehen kann, sondern wiederspiegelt vielmehr auch ein persönlicher Pragmatismus unter jenen Liberianern, die darum kämpfen, einen robusten Sicherheitssektor aufzubauen.

Aufgrund seines persönlichen, herausragenden Engagements zur Förderung des friedlichen Zusammenseins in den Liberianischen Kommunen, namentlich in Wohngebieten mit hoher Kriminalität, wurde Commander Kerkula Einstimmig vom Team der BTF Stiftung in Monrovia zur Persönlichkeit des Monats April bestimmt. Er hat diese Ehre mit Stolz angenommen und sich dazu bekennt, noch mehr für den öffentlichen Dienst zu tun.

Kerkula dient derzeit als General Commander des Zone Eight Depot in Paynesville.

Kerkulas Geschichte

„Ich bin ein Sohn Liberias und komme aus dem Lofa County im Bezirk Kolahun; bin ein hingebungsvoller Christ, der verheiratet ist. Ich arbeite seit acht Jahren als Chief Superintendent und studiere an der Universität von Liberia an meinem Master in öffentlicher Verwaltung und Management. „

«Ich bin einer der Initianten, die das Community Police Konzept der LNP zum Wohle des Gemeinwesens umzusetzen begann.»

Tarnue’s Beziehung und Erfahrung mit der Gemeinschaft

Seine persönlichen Beziehungen zu Mitgliedern der Gemeinden dienen ihm dazu, anderen Polizisten zu zeigen, wie daraus ein beidseitiges Vertrauensverhältnis entstehen kann.

„Ich sehe die Menschen in meinen Wohnbereichen wie wenn sie meine Vorgesetzten wären, denn es ist mir eine Freude, diesen Menschen zu dienen.»

Als langjähriger Bewohner der Freedom-Land Community in Paynesville City, habe ich mich seit jeher für ein friedliches Zusammenleben engagiert; angefangen in Schulen, in der Kirche, im privaten Sicherheitsbereich und jetzt als kommandierender Offizier, der liberianischen Nationalpolizei, die meiner Nation dient. „

In seiner Rolle als dem Volk «dienender» fühlt er Traurigkeit, wenn Menschen aufgrund ihrer Schwächen und Verletzlichkeiten schutzlos Misshandlungen ausgesetzt sind.

„Ich fühle, dass es meine Pflicht ist, meiner Nation zu dienen, besonders dort, wo Menschen verletzlich sind und misshandelt werden und Hilfe benötigen. Würde ich nicht aktiv etwas tun und nur zusehen was passiert, gibt es auch keine wirksame Veränderung. Ich bin davon überzeugt, dass es nur einen Weg gibt die Bevölkerung wirksam zu schützen und das ist laufende Weiterbildung für mich als Polizist. Die dafür zuständige Behörde ist die Liberianische Nationalpolizei, deren ausgezeichnete Anstrengungen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit durch täglichen Kontakt mit der Bevölkerung immer mehr Wirkung entfalten».

Als bekennender Dienstleistender und früheres Mitglied des Pfadfinders spürt er, dass ihm die Polizeiarbeit sehr zusagt und es ihm daher leichtfällt, in der Gemeinschaft zu arbeiten.

«Ich bin sehr stolz, weil ich kein Commander bin, der nur im Büro sitzt und das Kommando gibt. Ich bin täglich in meinem Einsatzgebiet selber unterwegs und pflege persönliche Kontakte mit der Bevölkerung und mit meinen Polizisten».

Wirkung der Polizeiarbeit der Liberia National Police

15 Jahre Dienst bei der Polizei von Liberia mag wohl bedeutsam sein, aber Tarnue hat das Gefühl, dass er seinem Land noch mehr zu bieten hat.

„Ich bin seit 15 Jahren bei der LNP und habe einen wesentlichen Unterschied gemacht.

Als ich der Liberia National Police beitrat, war Paynesville das Brutgebiet mit der höchsten Kriminalität in Montserrado „

„Im Jahr 2004 hatten wir eine Bande von Kriminellen, die im Viertel Redlight in Paynesville“ «Asakaba» genannt wurden. Die Bewohner dieses Viertels wurde von der Bande terrorisiert, bestohlen, geschlagen und missbraucht. Bei der Ausführung ihrer Taten benutzten die Kriminellen ein Gospellied, das üblicherweise in liberianischen Kirchen zum Lobpreis und zur Anbetung gesungen wurde: „Hebe ihn höher, hebe Jesus höher“. Während ein Opfer in ihrem Bandengebiet überfallen und attackiert wurde, sangen sie: „Heb ihn höher; bring ihn runter, gibt uns das Geld das du hast, jawohl».

Nachdem ich dort das Kommando übernommen hatte, konnte ich sicherstellen, dass das Gebiet von der Bande befreit werden konnte.»

„Während ich in Redlight als Kommandant der Zone 9 diente, war ich in der Lage, mit unseren Community Police Officern so zusammenzuarbeiten, dass die vielen kriminellen Banden, die ihr Unwesen in Paynesville trieben, zu stürzen, einschließlich der berüchtigten ‚Turtle Base‘, und diese Massnahmen der Polizei in Zone 9 funktionieren noch immer.“

Beziehung mit der Bowier Trust Foundation

2014 – während der EBOLA Krise – begann Commander Kerkula mit der Zusammenarbeit mit dem damaligen UNPOL Peacekeeper, Police Captain Felix Walz, dem späteren Gründer der Bowier Trust Foundation und wurde mit ihm eng befreundet.

Kerkuka hat die Bowier Trust Foundation als Rampenlicht genutzt, um in verschiedenen Gemeinschaften ein starkes Sicherheitsbewusstsein und stärkere Beziehungen zu schaffen.

„Ich muss dem allmächtigen Gott dankbar sein, denn mit der Bowier Trust Foundation, einer NGO, die dieses Konzept wirklich unterstützt und unsere Ideen unterstützt.

Dieses von Bowier Trust initiierte Konzept wurde zu 100% von unserem politischen Repräsentanten, Hon. Samuel Enders unterstützt und wir haben bereits eine Liste von über 210 Personen (private, am Wohlergehen interessierte Bürger), die bereit sind, Teil der kommunalen Sicherheit zu werden. “ (Anmerkung Redaktion: eine Art Bürgerwehr unter Polizeiführung)

Ruf nach Kapazitätsentwicklung bei der Polizei

„Wir glauben an den Aufbau von Kapazitäten, und wir überprüfen die Eignung von Polizeibewerber; Wir bilden sie in der bürgernahen Polizeiarbeit aus und legen Wert auf Informationsaustausch; sorgen für die Einhaltung der Menschenrechte, gemäss unserer Verfassung und trainieren sie in der Anwendung von polizeilich nötiger Gewalt sowie in der Einschränkung ihrer Befugnisse gemäss dem verfassungsmässigen Verhaltenskodex.

Herausforderungen im polizeilichen Alltag und Motorradbanden

Mobilität der Polizisten bleibt eine Herausforderung nicht nur im Zuständigkeitsbereich von Supt. Kerkulas Zone 8 der LNP, sondern auch in mehreren anderen Einsatzzonen.

„Mobilität ist eine ernsthafte Herausforderung, aber die begrenzte Ressourcen, die wir haben, nutzen wir bestmöglich dazu, unseren Menschen zu dienen.

Einige Gemeinden sind örtlich so gelegen, dass im Einsatzfall der Zugang nicht einfach ist und die Reaktionszeit der Polizei unzuverlässig und viel zu lange dauert.

Wir möchten, dass BTFS uns in diese Richtung hilft und uns auch mit mindestens drei zur Verfügung gestellten Laptops unterstützt, die uns dabei helfen werden, unsere Schreibarbeit einfacher durchzuführen, weil wir im digitalen Zeitalter sind und das dem schnelleren Informationsaustausch dient und damit die Polizeiarbeit effizienter macht» – so Supt. Kerkula.

Abschliessend beurteilt Kerkula die Beziehung zwischen den berüchtigten Motorradbanden, der Liberia National Police und der BTFS aufgrund bisheriger Kontakte als lebhaft und wie er feststelle sei eine noch nie dagewesene Partnerschafts-Entwicklung im Gange; betonte jedoch die Notwendigkeit, dass noch weitere solche gemeinsamen Trainings durchgeführt werden müssen.


Februar 2018

Personality of the Month of February

Hannah Yarsiah-Resident of Zorla Town, Paynesville

Swiss International organization, Bowier Trust Foundation Switzerland (BTFS) Personality of the Month of February, Hannah Yarsiah is a widow with five girl children. Her involvement with BTFS Community engagement has attracted her to the organization since 2017. As a community dweller, Madam Yarsiah is always committed in adhering to the NGO calls for dialogue on possible means of improving health, sanitation, security and education in her community.

As a sign of recognition for her dedication and services to community growth, BTFS Field Team took a visit to the home of Madam Yarsiah, following her selection as personality of the Month.

During the visitation, Madam Yarsiah explained about how BTFS has made a difference in that part of Liberia since she move there as a resident in 1982.

“I was born 1976, June 18, and I move on the SD Cooper Road in 1982 and still residing here. I began my education in 1983 but could not complete due to difficulties, so I stop in the eighth grade.

Since the death of my husband some years back, life has not been fine with me, so I have to fix people hair to get money for earns means. Those who used to help me have stopped their support and my children and I are living by the grace of God,” Madam Yarsiah said.

Outlining Community Hitches

Her longtime resident, Zorla Town in the SD Cooper Community located in Paynesville, outside Monrovia has faced series of challenges which has created difficulties over the years.

“Sanitation is one of our major problems here we don’t have good latrine and save drinking water, we lack the two in particular.

As for security, sometimes the boys have been getting up to watch at night but are not all the time because no encouragement from the community dwellers and as a result, most of the boys are now refusing to continue.

I think there is a need to do more in improving education on so many things in this community, because people are not aware on somethings that will protect their lives.

Interaction with BTFS

Madam Yarsiah furthered that BTFS engagement in community initiatives has driven her attention and believes such initiatives have greater impact to creating a positive change for its inhabitants.

“I got in contact in BTFS in 2017 when they came around to ask for place for dirt and they talk to me about helping communities address issues on sanitation and hygiene, water, security and creating awareness.

From that time, anytime they call for meeting I can attend because I can see them doing so many things about what they told me. In fact I have encouraged so many people, including my Community Chairman to attend their meetings and we have even sent children for their program as well as our female for workshop organized by BTFS.

Bowier Trust activities that I saw on their brochure look very interesting to me. In there, they talked about sanitation and construction of wells for safe drinking water and other things about developing the community.

In one of their meetings with communities’ leaders, we talked about security and other things communities can be aware of, especially the criminal rate, and I believe and them because they are concern,” Madam Yarsiah noted.

BTFS Building Girls Awareness

She praised the organization for its engagement with females in various communities as well.

“In recent time, they have a workshop where women from various communities sent their children and I sent two of my children and they came back and really praised the NGO for the kind of presentation. According them, it was their first time to learn some of the things taught at that workshop.

Our children are usually carried away by peer pressures so when it comes to girls education, I love for my children to be a part, because they are my future leaders.

I will like to thank Bowier Trust Foundation Switzerland for their activities and they should continue their hard work as they help the community and educate our girls about their future, motorcyclists and police on building good friendship.

“Lastly, I will want the NGO to hurry up with their water and sanitation project for the community and also that they start to help us build latrine in various communities because we are faced with serious toilet problem.  We also need something to put our dirt in, instead of placing it all around the community,” Madam Yarsiah averred.

Madam Yarsiah is also recommending that BTFS takes its initiative in rural Liberia as a mean of decentralizing the NGO activities.


Januar 2018

Liberianischer Primarklassenlehrer

als BTFS Persönlichkeit des Monats Januar nominiert

Der Klassenlehrer Francis Oscar bewundert die Stiftung BTFS als eine internationale NGO, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Gemeinden, Schulen und dem Sicherheitssektor  im Projektumfeld der SC Cooper Gemeinden Unterstützung zukommen zu lassen

Francis Oscar wurde am 16. September 1993 in Plebo Maryland County im Südosten von Liberia geboren.

Oscar begann seine Grundausbildung in Maryland, bevor er nach Monrovia zog, wo er seine höhere Ausbildung an einer öffentlichen Schule, der Paynesville Community School, abschloss. Francis Oscar lebt derzeit in der ELWA Community außerhalb der Hauptstadt Monrovia.

Liberia’s desolate Wirtschaftslage hatte es für Oscar unmöglich gemacht, eine College-Ausbildung zu beginnen, aber der Primarschullehrer hat es geschafft, einen Weg zur Lehrerausbildung zu finden, ein Zertifikat in Grundschulbildung zu erhalten und hat auch von mehreren Lehrerseminaren profitiert. Seit seinem Abschluss 2014 hat Oscar seinen Dienst an der African Cooperative School (ACS) als Klassenlehrer, Hauptassistent, Sportdirektor, Quiz-Koordinator übernommen. Neuerdings ist er nun auch freiwillige Bezugsperson der Bowier Trust Stiftung Schweiz und ist im neu etablierten WASH (Water, Sanitation & Hygiene) Club bei der Immanuel Christian Academy tätig.

2018 ist sein vierjähriges Berufungsjahr an der Schule, das, wie er sagte, seine Leidenschaft für die Motivation der Bewohner seiner Gemeinde und seine Leidenschaft für den Beruf auslöste. Oscar sagte: „Ich bin motiviert und habe mehr Leidenschaft für das Unterrichten, wenn Eltern und Anwohner die Methodik verstehen und mittragen. Ich habe auch das Gefühl, verpflichtet zu sein, Kritik an meiner Arbeit positiv anzunehmen um daraus stets zu lernen.»

Laut Oscar war seine erste Begegnung mit BTFS der entscheidende Moment, der ihn mehr dazu bewogen hat, der gemeinnützigen Schweizerisch-Liberianischen Organisation seine freiwilligen Dienste anzubieten. Wie er sagte, inspirierte ihn das BTFS Engagement, mit Schülern über die Bedeutung von Gesundheit und Hygiene im Umfeld ihrer Schulen und der Gemeinschaften zu diskutieren. Oscar erklärte auch, dass BTFS schon bald die Schule und die Einwohner der SD Cooper Community in Paynesville mit einem Bildungsprogramm überrascht, das die Studenten an die Front bringt, um mehr zu tun. „Im Jahr 2017 hat die Institution BTFS ihr Award-Programm ins Leben gerufen und dieses Programm hat unsere Schüler dazu motiviert, hart zu lernen, anstatt herum zu hängen“, erklärte Oscar.

Der Klassenlehrer sagte, er bewundere BTFS als eine internationale NGO, die es sich zur Aufgabe gemacht habe, Gemeinden, Schulen und den Sicherheitssektor zu unterstützen, indem diesen Unterstützungen gewährt wird. Er sagte: „Die Arbeit von BTFS, seit ich angefangen habe, die Organisation zu kennen, ist gut, besonders für eine unentwickelte Gemeinschaft wie die White Sand Community in diesem SD Cooper Gebiet.“

Oscar erklärte weiter: BTFS-Aktivitäten sind für Liberia sehr bedeutsam. Kinder würden vermehrt dazu ermutigt, zur Schule zu gehen. Kinder in der Gemeinde werden positiv auf die Entwicklung ihrer Umgebung für Bildungsaktivitäten aufmerksam gemacht.

Aber Oscar glaubt, dass es wichtig ist, dass die Organisation in Liberia mehr tut, weil ihre Arbeiten sichtbar und wirkungsvoll sind. Oscar sagte: „Ich möchte, dass BTFS seine Projekte in anderen Teilen Liberias und nicht nur in der SD Cooper Community dezentralisiert, weil ich denke, dass diese Initiativen gut sind.“

Oscar lobte BTFS für seine Unterstützung bei der Förderung von WASH-Club-Aktivitäten in seiner Schule, die sich hauptsächlich auf Gesundheit und Hygiene konzentrieren. Darüber hinaus glaubt Oscar, dass die humanitäre Hilfe von BTFS dazu beiträgt, den Entwicklungsplan der Liberianischen Regierung zu stärken.

Oscar glaubte, dass die NGO mehr Unterstützung erhalten wird, um ihre Aktivitäten zu erweitern. Schulen, Gemeinden und Liberia werden unter anderem enorme Veränderungen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Sicherheit erleben.

BTFS-Administrator Hamson Gaye möchte jedoch auch andere Menschen, mit denen die NGO zusammenarbeitet, motivieren dem Beispiel von Oscar, der sich dem humanitären Dienst widmet, nachzueifern.

Der Präsident, das BTFS Management und Mitarbeiter der Stiftung Bowier Trust Schweiz, gratuliert ganz herzlich zur Nomination von Francis Oscar als BTFS Persönlichkeit des Monats Januar 2018.