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Zugang zu Trinkwasser und Bau von sanitären Anlagen

Der Beginn des BTFS Projektes an der Immanuel Christian Academy (ICA) in der SD Cooper Gemeinde, Paynesville war am 7.  Mai 2018. Sinn und Zweck ist die Sicherstellung der Wasserversorgung und die Konstruktion einer funktionierenden sanitären Infrastruktur für die Anwohner der SD Cooper Gemeinde. Der Zugang zu qualitativ gutem Trinkwasser und einer sanitären Infrastruktur wird das beschwerliche Leben der Anwohner erleichtern. Die Wasserversorgung, insbesondere während der Trockenzeit stellt zuweilen eine grosse Herausforderung dar.  Die Toiletten-Anlage werden vor allem auch die Hygiene-Situation in der Schule verbessern.

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Water supply and sanitation infrastucture
Water supply and sanitation infrastucture
Day 1: the project begun at Monday, May 7
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Projektübersicht BTFS 2018 in Liberia

1. Schulprojekt Immanuel Christian Academy (ICA) SD Cooper Road, Paynesville

  • Wasserversorgung / Gesundheit Hygiene / nachhaltige Schmutzwasser Entsorgung
  • Enger Miteinbezug der sechs umliegenden Gemeinden und der Nationalen Polizei
  • Unterstützt von ROTARY Clubs aus der Schweiz und Monrovia
  • Begleitet von einem Baufachmann der BUTTI AG, Pfäffikon. Mit der administrativen Leitung wurde unser kompetentes Management Team Liberia betraut
  • Basierend auf einer verbindlichen Vereinbarung (MoU BTFS & ICA) zur Regelung der Zuständigkeiten und termingerechten Umsetzung der definierten Bauarbeiten (Start Ende April 2018 mit Brunnenbohrung, Wasserturm, Sanierung Septictank, neue WCAnlage)

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2. Liberia National Police / Mobilisierung der Bevölkerung / Förderung des Gemeinwesens

  • Stärkung des Gemeinschaftssinns mittels Präventionskampagnen der Liberia National Police und BTFS, zur Förderung der Sicherheit und Schutz vor sexuellem Missbrauch von Frauen und Mädchen
  • Vertrauensbildungsprozess zwischen der in Armut lebenden Bevölkerung und der Polizei u.a. auch zur nachhaltigen Bildungsförderung in einer Umgebung die weitgehend frei von Kriminalität ist (so auch unser ICA Schulprojekt).
  • «Effective Community Partnership Building Activities», d.h. wirkungsvolle und messbare Förderung des Gemeinwesens, mit Einbezug der sog. “Motorcyclists*” und deren  Anführer, sowie Frauen und Jugendorganisationen

*)  1 «Motorcyclists» sind vielfach ehemalige Kindersoldaten mit krimineller Energie, welche gesellschaftliche Akzeptanz sowie den Weg zurück in eine rechtsstaatliche Gesellschaft finden wollen

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3. E-Learning Klassenunterricht / Internet basiertes Fernstudium

  • Unentgeltliches Angebot des Deutschen Dozenten, Dr. Burkhard Luber. Er ist mehrfach
    ausgezeichneter Friedensforscher und Experte im Umgang mit Konfliktbewältigung und
    Wiederaufbaumassnahmen in einem ehemaligen Kriegsgebiet (http://burkhard-luberteaching.
    blogspot.de/ http://www.dasmili.eu/autoren/dr-burkhard-luber/
  • Pilotklasse mit 15 Teilnehmenden bestehend aus BTFS Staff, ICA Schule und Kirche,
    sowie zwei Polizisten der Liberia National Police
  • 12 monatliche Lernmodule mit Start ab April 2018. Lernziele sind:
    Konfliktmanagement, De-Eskalation, Dialog/Kommunikation (80% Analphabetismus),
    Projekt Management um zur nachhaltigen Friedensförderung und Stabilität im
    Wiederaufbauprozess in Liberia beitragen zu können
  • Das Fernstudium findet in der Regel an unserem BTFS Office in der SD Cooper Road
    Community statt und wird lokal von einem Pastor der Immanuel Kirche (mit einem
    Master in Education), sowie von unserer Administration, begleitet

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Workshop für junge Frauen zum Thema: Bildung, Selbstvertrauen und Mut, sich für eine Sache einzusetzen.

Moderation: Hamnson Gaye, Myrtle Bowier und Sam Holt.

Während einer Periode von mehreren Wochen wurden aus den umliegenden Wohnbereichen um die SD Cooper Road Community total 30 junge Frauen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren motiviert, diesen Workshop zu besuchen und aktiv mitzumachen. Der Anlass war folgenden vier Themen gewidmet:

  1. Selbstwertgefühl und Respekt
  2. Sexuelle Belästigung und Übergriffe
  3. Umgang mit Internet und Social Media
  4. Kreativität und Stärkung des Selbstvertrauens

Als Trainer zu den erwähnten Themen stellten sich zwei ausgewiesene Fachexpertinnen zur Verfügung. Die im Gesundheitswesen fachkundige Expertin und BTFS Lektorin, Frau Oretha Slocum, referierte in gewohnt engagierter Manier über die ersten zwei Bereiche (Selbstwertgefühl und sexuelle Belästigung), während Pastor Sumo V. Kovah (Masters in Education) über die Vorteile und Gefahren von social media und Digitalisierung sprach. Als willkommener Gast war auch ein Vertreter der Liberian National Pollce, in Person von Superintendent Blanyon Himmie, Community Service Section, anwesend.

Hauptgrund des Workshop bestand in der Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls von jungen Frauen; lernen sich im Alltag zu behaupten; nein sagen zu können und Respekt einzufordern, wenn Respekt gegenüber Frauen fehlt. Ferner auch, dass Probleme – welcher Art auch immer – besser im Kollektiv als alleine bearbeitet und gelöst werden können. Die jungen Frauen wurden ermutigt, aktiv den Kontakt zu unserem Office zu suchen, wenn immer sie mit Herausforderungen zu kämpfen haben. 

Fünf der jungen Frauen fielen durch ihr aktives Mitmachen auf und sind eingeladen, in Arbeitsgruppen an Aktivitäten zur Förderung des lokalen Gemeinwesens mitzuwirken. Zu diesem Zweck hielt die Namensgeberin unserer Stiftung, Myrtle Bowier, eine eindrückliche Schlussrede, worin sie den jungen Frauen bildhaft erklärte, was erreicht werden kann, wenn sie an sich selbst glauben und ihre Talente aktiv einsetzen. 

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Stiftungsrat Markus Blatter: Wenn ein Kind lacht, tanzt mein Herz!

Während meines Aufenthaltes anfangs November 2017 in Monrovia/Liberia für unsere Stiftung durfte ich an unserer Schule der Immanuel Christian Academy an der S.D. Cooper Road in Paynesville, 320 Bälle der Schweizer Stiftung myball.ch verteilen. Dazu wurden alle Schüler zusammen in der Kirche vor der Schule versammelt. Nach einer kurzen Ansprache meinerseits konnten wir jedem Kind einzeln einen Ball übergeben. Die Freude war bei den Kindern und auch den Lehrpersonen riesig. Vorab verteilte ich den Lehrern Filzstifte, damit sie damit die individuellen Namen der Kinder auf die Bälle schreiben konnten. Die farbenfrohe Pracht und das Lachen der Kinder samt ihren strahlenden Augen werde ich nie mehr vergessen. Die Freude, welche diese Bälle bei den gut 300 Kinder ausgelöst hat, war grenzenlos. Herzlichen Dank der Stiftung myball.ch, dass wir dank den Bällen den Kindern unserer Schule Freude in ihre Gesichter zaubern konnten.

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“Believe In Yourselves” – Swiss Retired Police Captain Calls On Liberian Youth

The youth of Liberia have been encouraged to believe in their passion, strength, motivation, skills and talents. “Everybody has talent; but you need to believe in it, you need to use it, and not give-up”, a retired Police Captain, Felix Walz (Flomo), Founder and President of the Bowier Trust Foundation Switzerland has asserted. Writes Augustus Nimley alias Media King.

The retired Police Captain made the assertion in an exclusive interview with Global News Network Liberia (GNN) recently at the end of a one-day symposium on teenage pregnancy and its associated dangers in Paynesille, Liberia. The symposium brought together students from several schools in Paynesville.

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Liberias Jugendliche wurden vor Jugendschwangerschaften gewarnt

Paynesville – Zum Thema „Teenage Schwangerschaften und sexuell übertragbare Krankheit (STD)“, referierte die Fachfrau Oretha Slocum und begeisterte ihr Publikum mit ihrer Passion, Hintergründe, die für die Teenager-Schwangerschaften im Land verantwortlich sind, beleuchtete.


Report by Kennedy L. Yangian klyangian@frontpageafricaonline.com


Sie sprach am Sonntag, den 26. Februar 2017 an einem eintägigen Seminar, das von der schweizerischen NGO, der Browier Trust Foundation, in Partnerschaft der Immanuel Church School in der SKD Community organisiert wurde.

Der erste wichtige Faktor, den sie als verantwortlich für Teenager-Schwangerschaft aufgeführt hat, ist die hohe Arbeitslosigkeit und Armut der Eltern.

Madame Slocum zeigte auch, dass die allgemein schlechten Infrastrukturen auch eine wichtige Rolle spielen und sehr viele Kinder leben in zerrütteten Verhältnissen ohne taugliche Begleitung durch die Eltern..

Sie motivierte Jugendliche dazu Angebote der Sexualerziehung zu nutzen. Nach Slocum, können die Auswirkungen von Teenager-Schwangerschaften medizinische Komplikationen verursachen, weil der Körper eines Teenagers nicht für eine Schwangerschaft bereit ist.

„Mädchen müssen aufhören, Jungs um Geschenke zu bitten und aufhören, mit verschiedenen Jungs herum zu machen, weil diese Handlungen Signale sind, und die Jungs motiviert hinter Mädchen her zu sein“, sagte Madame Slocum.

Hawa Morris, 15, erzählte FrontPage Africa kurz nach Madam Slocums Präsentation, dass sie sich für die von der Krankenschwester angebotenen Ratschläge interessiere.

„Wie wir alle wissen, lieben die meisten Teenager-Mädchen materielle Dinge und gehen aus, um sich zu prostituieren. Aber als Student, der eine bessere Zukunft will, werde ich die Ratschläge von Frau Slocum ernst nehmen“, sagte Morris.

Vor der Präsentation von Madam Slocum sprachen andere Experten zu verschiedenen Themen wie zum Beispiel die Abfallbewirtschaftung;  die Arbeit der Eltern-Lehrer Union über die Auswirkungen von wenn Schüler mangels Leistung von Schulen ausgeschlossen und unbeaufsichtigt bleiben. Aber auch seitens der Polizei wurde über effektive Zusammenarbeit zwischen den Gemeindestrukturen und der Polizei referiert. 

Felix Walz, ein schweizerischer und pensionierter Polizei Hauptmann der in UNMIL diente und nun der Präsident der Bowier Trust Foundation ist, erklärte, dass er nach seinem Ruhestand von UNMIL in seine Heimat zurückkehrte und die BTFS Stiftung zu Ehren der engagierten Schulklassenlehrerin Myrtle Bowier gründete.

Während seiner Arbeit als UN Polizist erkannte er, dass es eine grosse Kluft zwischen der Polizei und der einheimischen Bevölkerung gibt, was die Grundlage bildete, um mit partnerschaftsbildenden Programmen am Vertrauen zwischen der Polizei und der einfachen Dorfbewohner zu arbeiten.

Walz sagte, die Stiftung sei seit Januar 2017 in Liberia ordnungsgemäß registriert und zahlreiche Programme in verschiedenen lokalen Gemeinden seien angelaufen.

„Die Herausforderungen von Liberia sind groß. Das Land hat ein Potenzial. Was es braucht, ist, jemanden zu helfen, um es voranzutreiben, vor allem im institutionellen Kapazitätsaufbau „, sagte Walz.

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Member of BTFS Liberia Management Team organises Soccer Tournament in Saye Town Community Monrovia Liberia

Am 11. und 12. Februar 2017 wurde unter Mithilfe unseres BTFS Liberia Teams, Sam Holt jun., (youth representative) ein Fussball tournament durch die lokale Jugendorganisation „Progressive Youth for Change“ organisiert. Der Anlass fand in Gedenken an gestorbene oder getötete Jugendliche der Saye-Town Community statt. Gemäss lokaler Tradition dient ein Schaltjahr wie 2017, zum Gedenken aller gestorbenen Jugendliche der Gemeinde. Es geht um den Zusammenhalt von Jugendlichen zu fördern. Aus diesem Grund wurde ein Fussballspiel mit total 8 Teams aus der Umgebung von Saye-Town Community organisiert. Am ersten Tag fanden die Qualifikationsspiele statt. Das Finalspiel der zwei besten Teams am Folgetag, Sonntag, 12. Februar 2017 wurde von ca. 300 Zuschauern mit grosser Begeisterung unterstützt und die Spieler angefeuert. Private Sponsoren und die Bowier Trust Foundation Switzerland spendeten gesamthaft rund 450 US$. Damit konnten 20 Säcke mit je 30 kleinen „water bags“, 4 Packungen mit „bottled water“ für eingeladene Gäste, sowie eine Anzahl „soft drinks“ gekauft werden. Zwei Polizisten der Liberia National Police die in der Same Town Kommune wohnen, haben in ihrer Freizeit freiwillig für Präsenz und Ordnung gesorgt. Der Fussball Event verlief ohne irgendwelche Probleme und durfte als ein fröhliches und erfolgreiches Fest in die diesjährige „Schaltjahr“ Geschichte der Saye-Town Community eingehen. Speziell wurde 5 toten Jugendlichen gedacht, die im letzten Jahr gestorben sind. 3 wurden tot als Opfer von mutmasslichen Unfällen oder Gewaltdelikten gefunden und zwei starben an Malaria und Typus. Unser aktiver „Youth Representative“ und begeisterter Fussballfan, Elektriker und IT-Crack – Sam Holt, amtete als „Secretariat“ und Mit-Organisator des Fussballfestes. Wir danken ihm für sein stetiges Engagement als junger Liberianer, der sich nichts sehnlicher wünscht, als das Kinder und Jugendliche eine Chance im Leben erhalten, das wunderschöne Land sicher und erfolgreich zu machen.

„Wir wollen junge Menschen dazu bringen am Gemeinwesen teilzunehmen um den Gemeinschaftsinn zu stärken….“ (Interview mit Sam G. Holt, BTFS Member of the Liberia Management Team)

Geschichte zur Schule "Immanuel Christian Academy" in Paynesville / Lokales Volksfest "Finishing Well 2016"

Das aktuelle Zielgebiet der Stiftungsarbeit von BTFS liegt ca. 45 Minuten südöstlich des Zentrums der Hauptstadt Monrovia in Paynesville und wird SD Cooper Road Communities genannt. Es umfasst 4 sogenannte Blocks – benannt nach 4 Gemeinden. CD Cooper Road Community, Kapelle Town, Divine community and Gbagbo Town. Familien aller 4 „Blocks“ senden über 300 Kinder in die Immanuel Christian Academy (ICA), an der SD Cooper Road, wo sie von der Kindergartenstufe bis zur 9. Klasse unterrichtet werden. Für den Schulbetrieb ist Schulleiter Pastor Paul Mitchell verantwortlich, der auf die Hilfe von ca. 20 Lehrer/Lehrerinnen zählen kann. Etwa 60% davon haben eine Lehrerausbildung. Sie verdienen zwischen 40 bis 60 US$ pro Monat. Etwa 70% der Familien können eine kleine Schulgebühr zahlen. Das Grundstück gehört der am gleichen Ort befindlichen Immanuel Church, unter der Leitung von Reverend Pastor Adrean Neufville. Die Kirche unterstützt so gut es geht die Aufrechterhaltung des Schulbetriebes. Die Infrastruktur der Schule ist in einem miserablen Zustand und vor der letzten Regenzeit im April 2016 konnten minimal alle Dächer dank Spenden aus der Schweiz vollständig so repariert werden, dass heute praktisch kein Wasser mehr in die rund 13 Klassenräume eindringt während der heftigen Regenfälle zwischen April und Oktober jeden Jahres. Die Kinder erhalten Liberian-Reis und Wasserbeutel 1-2 x pro Tag von Frauen, die das freiwillig machen und dafür pro Woche ein paar Liberian Dollar (1 US$ entspricht ca. 90 LBD) erhalten. Es gibt keine Elektrizität und die hygienischen Verhältnisse sind schlicht katastrophal. Es gibt eine einzige Wasserleitung mit einem Wasserhahn, der unregelmässig und unsicher als Wasserspender benützt werden kann. Unweit gibt es einen Ziehbrunnen, mit dem kübelweise Wasser geholt wird. Eine akzeptable „Plumps-Klo“ Lösung wäre schon als Fortschritt zu sehen. Es stinkt und es gibt keine taugliche Abwasser- und Abfall Entsorgung. Kinder sind sich weder gewohnt die Hände zu waschen, noch wie man sich vor Krankheiten wie Malaria, Typus, Durchfall und HIV schützt. Kinder-Schwangerschaften sind ein grosses Thema weil sexuelle Übergriffe und Gewalt eines der zentralen Probleme ist. Problematisch sind vor allem die Blocks „Kpelle“- und „Gbagbo-Town“.
Zur Immanuel Kirche und zur Immanuel Schule entstand 2016 ein intensiver Kontakt und Austausch mit Mitgliedern der im Aufbau befindlichen Stiftung aus der Schweiz – der späteren „Bowier Trust Foundation Switzerland“. Aktiv unterstützt durch Repräsentanten des Aussenministeriums und der Liberia National Police kümmerte sich das Team in enger Zusammenarbeit mit der ICA-Schulleitung und seiner Kirche um die Sorgen und Bedürfnisse dieser 4 Blocks. Erste Zusammenkünfte mit Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Frauen- und Jugendorganisationen führten zu einer Ausbildung in der Immanuel Kirche, wo geschult wurde, wie man gemeinsam, kollektiv Problemzonen identifiziert und strukturiert. Diese Basis-Ausbildung in Projektmanagement stiess auf reges Interesse, jedoch musste erkannt werden, dass es viel Geduld und Zeit braucht, bis das Erlernte wirklich verstanden und angewendet werden kann.
Am 29. Juni 2016 fand eine erste grossangelegte Kampagne mit öffentlichen Interesse im nahen „Right to play Complex“ statt. Weit mehr als 200 vor allem junge Menschen nahmen daran teil. Darunter war eine grosse Anzahl Mädchen, Frauen, Polizisten, Lehrer, Religionsvertreter und ca. 70 Mitglieder der sogenannten „Motorcyclists“ – Mitglieder der berüchtigten kriminellen Banden. Einige ihrer Führer sagten später, das sei das erste Mal gewesen, dass sie friedlich zusammen mit der Polizei an einem Ort zusammen kamen. Der Anlass wurde von hochrangigen Vertretern der Liberia National Police, sowie von Repräsentanten der Ministerien besucht. Im Zentrum standen Appelle zum friedlichen Zusammensein und der Gewalt abzuschwören – insbesondere sexueller Gewalt gegen Mädchen und Frauen – und gemeinsam Wege zu finden, den Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Die lokale Presse und auch UNMIL Radio berichteten über diese Kampagne.
Bis Ende 2016 folgten weitere organisatorische und zusammenführende Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der 4 Blocks. Es ging darum die bestehende Zielausrichtung zu konsolidieren und die Immanuel Schule als „Epik-Center“ zu bestätigen und daraus gemeinsam ein Vorzeigemodell zu schaffen um die Bevölkerung zu motivieren, dass nur ein friedliches und gemeinsames Vorgehen der Problemlösungsfindung helfen und finanziell und materiell unterstützt werden kann.
Aus Anlass dieser zunehmend verbreitet akzeptierten Grundhaltung und weil sich allmählich ein vertrauensvolles Team heraus zu kristallisieren begann, wurde per Ende 2016 beschlossen einen Anlass mit der Bevölkerung durchzuführen – für einmal ohne Probleme zu wälzen, sondern den Jahresabschluss würdig und positiv anzugehen und sich auf das neue Jahr 2017 einzustimmen. Positiv und konstruktiv in eine Richtung gemeinsam in die Zukunft gehen und nicht zurück zu kehren. Wir nannten den Anlass „Finishing Well 2016“. Weit über 400 Menschen – vor allem Kinder – nahmen am 28. Dezember 2016 daran teil und wurde zu einem „Volksfest“ für ein paar Stunden. Der politische Advisor unserer Stiftung, Mr. Maxwell Jones, ehemals Assistent des Liberianischen Aussenministers, forderte und motivierte die Menschen am Schulmodell aktiv teilzunehmen und gemeinsam mit der Liberia National Polizei zusammen zu arbeiten und den Frieden wirkungsvoll zu stabilisieren, damit die heutigen Kinder Perspektiven für eine sichere Zukunft und Zugang zu Ausbildung haben.

Alle sind zuversichtlich im angelaufenen Jahr weitere positive Meilensteine gemeinsam zu erreichen. Diese sollen mit Hilfe der Schweizer Stiftung in einem in Planung befindlichen Workshops für das Jahr 2017 priorisiert, strukturiert und umgesetzt werden.