+41 79 209 78 86 info.bowier-trust@mailbox.org Allmeindstrasse 11, 8716 Schmerikon

Liberias Jugendliche wurden vor Jugendschwangerschaften gewarnt

Paynesville – Zum Thema „Teenage Schwangerschaften und sexuell übertragbare Krankheit (STD)“, referierte die Fachfrau Oretha Slocum und begeisterte ihr Publikum mit ihrer Passion, Hintergründe, die für die Teenager-Schwangerschaften im Land verantwortlich sind, beleuchtete.


Report by Kennedy L. Yangian klyangian@frontpageafricaonline.com


Sie sprach am Sonntag, den 26. Februar 2017 an einem eintägigen Seminar, das von der schweizerischen NGO, der Browier Trust Foundation, in Partnerschaft der Immanuel Church School in der SKD Community organisiert wurde.

Der erste wichtige Faktor, den sie als verantwortlich für Teenager-Schwangerschaft aufgeführt hat, ist die hohe Arbeitslosigkeit und Armut der Eltern.

Madame Slocum zeigte auch, dass die allgemein schlechten Infrastrukturen auch eine wichtige Rolle spielen und sehr viele Kinder leben in zerrütteten Verhältnissen ohne taugliche Begleitung durch die Eltern..

Sie motivierte Jugendliche dazu Angebote der Sexualerziehung zu nutzen. Nach Slocum, können die Auswirkungen von Teenager-Schwangerschaften medizinische Komplikationen verursachen, weil der Körper eines Teenagers nicht für eine Schwangerschaft bereit ist.

„Mädchen müssen aufhören, Jungs um Geschenke zu bitten und aufhören, mit verschiedenen Jungs herum zu machen, weil diese Handlungen Signale sind, und die Jungs motiviert hinter Mädchen her zu sein“, sagte Madame Slocum.

Hawa Morris, 15, erzählte FrontPage Africa kurz nach Madam Slocums Präsentation, dass sie sich für die von der Krankenschwester angebotenen Ratschläge interessiere.

„Wie wir alle wissen, lieben die meisten Teenager-Mädchen materielle Dinge und gehen aus, um sich zu prostituieren. Aber als Student, der eine bessere Zukunft will, werde ich die Ratschläge von Frau Slocum ernst nehmen“, sagte Morris.

Vor der Präsentation von Madam Slocum sprachen andere Experten zu verschiedenen Themen wie zum Beispiel die Abfallbewirtschaftung;  die Arbeit der Eltern-Lehrer Union über die Auswirkungen von wenn Schüler mangels Leistung von Schulen ausgeschlossen und unbeaufsichtigt bleiben. Aber auch seitens der Polizei wurde über effektive Zusammenarbeit zwischen den Gemeindestrukturen und der Polizei referiert. 

Felix Walz, ein schweizerischer und pensionierter Polizei Hauptmann der in UNMIL diente und nun der Präsident der Bowier Trust Foundation ist, erklärte, dass er nach seinem Ruhestand von UNMIL in seine Heimat zurückkehrte und die BTFS Stiftung zu Ehren der engagierten Schulklassenlehrerin Myrtle Bowier gründete.

Während seiner Arbeit als UN Polizist erkannte er, dass es eine grosse Kluft zwischen der Polizei und der einheimischen Bevölkerung gibt, was die Grundlage bildete, um mit partnerschaftsbildenden Programmen am Vertrauen zwischen der Polizei und der einfachen Dorfbewohner zu arbeiten.

Walz sagte, die Stiftung sei seit Januar 2017 in Liberia ordnungsgemäß registriert und zahlreiche Programme in verschiedenen lokalen Gemeinden seien angelaufen.

„Die Herausforderungen von Liberia sind groß. Das Land hat ein Potenzial. Was es braucht, ist, jemanden zu helfen, um es voranzutreiben, vor allem im institutionellen Kapazitätsaufbau „, sagte Walz.

« 1 von 2 »

Member of BTFS Liberia Management Team organises Soccer Tournament in Saye Town Community Monrovia Liberia

Am 11. und 12. Februar 2017 wurde unter Mithilfe unseres BTFS Liberia Teams, Sam Holt jun., (youth representative) ein Fussball tournament durch die lokale Jugendorganisation „Progressive Youth for Change“ organisiert. Der Anlass fand in Gedenken an gestorbene oder getötete Jugendliche der Saye-Town Community statt. Gemäss lokaler Tradition dient ein Schaltjahr wie 2017, zum Gedenken aller gestorbenen Jugendliche der Gemeinde. Es geht um den Zusammenhalt von Jugendlichen zu fördern. Aus diesem Grund wurde ein Fussballspiel mit total 8 Teams aus der Umgebung von Saye-Town Community organisiert. Am ersten Tag fanden die Qualifikationsspiele statt. Das Finalspiel der zwei besten Teams am Folgetag, Sonntag, 12. Februar 2017 wurde von ca. 300 Zuschauern mit grosser Begeisterung unterstützt und die Spieler angefeuert. Private Sponsoren und die Bowier Trust Foundation Switzerland spendeten gesamthaft rund 450 US$. Damit konnten 20 Säcke mit je 30 kleinen „water bags“, 4 Packungen mit „bottled water“ für eingeladene Gäste, sowie eine Anzahl „soft drinks“ gekauft werden. Zwei Polizisten der Liberia National Police die in der Same Town Kommune wohnen, haben in ihrer Freizeit freiwillig für Präsenz und Ordnung gesorgt. Der Fussball Event verlief ohne irgendwelche Probleme und durfte als ein fröhliches und erfolgreiches Fest in die diesjährige „Schaltjahr“ Geschichte der Saye-Town Community eingehen. Speziell wurde 5 toten Jugendlichen gedacht, die im letzten Jahr gestorben sind. 3 wurden tot als Opfer von mutmasslichen Unfällen oder Gewaltdelikten gefunden und zwei starben an Malaria und Typus. Unser aktiver „Youth Representative“ und begeisterter Fussballfan, Elektriker und IT-Crack – Sam Holt, amtete als „Secretariat“ und Mit-Organisator des Fussballfestes. Wir danken ihm für sein stetiges Engagement als junger Liberianer, der sich nichts sehnlicher wünscht, als das Kinder und Jugendliche eine Chance im Leben erhalten, das wunderschöne Land sicher und erfolgreich zu machen.

„Wir wollen junge Menschen dazu bringen am Gemeinwesen teilzunehmen um den Gemeinschaftsinn zu stärken….“ (Interview mit Sam G. Holt, BTFS Member of the Liberia Management Team)

Geschichte zur Schule "Immanuel Christian Academy" in Paynesville / Lokales Volksfest "Finishing Well 2016"

Das aktuelle Zielgebiet der Stiftungsarbeit von BTFS liegt ca. 45 Minuten südöstlich des Zentrums der Hauptstadt Monrovia in Paynesville und wird SD Cooper Road Communities genannt. Es umfasst 4 sogenannte Blocks – benannt nach 4 Gemeinden. CD Cooper Road Community, Kapelle Town, Divine community and Gbagbo Town. Familien aller 4 „Blocks“ senden über 300 Kinder in die Immanuel Christian Academy (ICA), an der SD Cooper Road, wo sie von der Kindergartenstufe bis zur 9. Klasse unterrichtet werden. Für den Schulbetrieb ist Schulleiter Pastor Paul Mitchell verantwortlich, der auf die Hilfe von ca. 20 Lehrer/Lehrerinnen zählen kann. Etwa 60% davon haben eine Lehrerausbildung. Sie verdienen zwischen 40 bis 60 US$ pro Monat. Etwa 70% der Familien können eine kleine Schulgebühr zahlen. Das Grundstück gehört der am gleichen Ort befindlichen Immanuel Church, unter der Leitung von Reverend Pastor Adrean Neufville. Die Kirche unterstützt so gut es geht die Aufrechterhaltung des Schulbetriebes. Die Infrastruktur der Schule ist in einem miserablen Zustand und vor der letzten Regenzeit im April 2016 konnten minimal alle Dächer dank Spenden aus der Schweiz vollständig so repariert werden, dass heute praktisch kein Wasser mehr in die rund 13 Klassenräume eindringt während der heftigen Regenfälle zwischen April und Oktober jeden Jahres. Die Kinder erhalten Liberian-Reis und Wasserbeutel 1-2 x pro Tag von Frauen, die das freiwillig machen und dafür pro Woche ein paar Liberian Dollar (1 US$ entspricht ca. 90 LBD) erhalten. Es gibt keine Elektrizität und die hygienischen Verhältnisse sind schlicht katastrophal. Es gibt eine einzige Wasserleitung mit einem Wasserhahn, der unregelmässig und unsicher als Wasserspender benützt werden kann. Unweit gibt es einen Ziehbrunnen, mit dem kübelweise Wasser geholt wird. Eine akzeptable „Plumps-Klo“ Lösung wäre schon als Fortschritt zu sehen. Es stinkt und es gibt keine taugliche Abwasser- und Abfall Entsorgung. Kinder sind sich weder gewohnt die Hände zu waschen, noch wie man sich vor Krankheiten wie Malaria, Typus, Durchfall und HIV schützt. Kinder-Schwangerschaften sind ein grosses Thema weil sexuelle Übergriffe und Gewalt eines der zentralen Probleme ist. Problematisch sind vor allem die Blocks „Kpelle“- und „Gbagbo-Town“.
Zur Immanuel Kirche und zur Immanuel Schule entstand 2016 ein intensiver Kontakt und Austausch mit Mitgliedern der im Aufbau befindlichen Stiftung aus der Schweiz – der späteren „Bowier Trust Foundation Switzerland“. Aktiv unterstützt durch Repräsentanten des Aussenministeriums und der Liberia National Police kümmerte sich das Team in enger Zusammenarbeit mit der ICA-Schulleitung und seiner Kirche um die Sorgen und Bedürfnisse dieser 4 Blocks. Erste Zusammenkünfte mit Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Frauen- und Jugendorganisationen führten zu einer Ausbildung in der Immanuel Kirche, wo geschult wurde, wie man gemeinsam, kollektiv Problemzonen identifiziert und strukturiert. Diese Basis-Ausbildung in Projektmanagement stiess auf reges Interesse, jedoch musste erkannt werden, dass es viel Geduld und Zeit braucht, bis das Erlernte wirklich verstanden und angewendet werden kann.
Am 29. Juni 2016 fand eine erste grossangelegte Kampagne mit öffentlichen Interesse im nahen „Right to play Complex“ statt. Weit mehr als 200 vor allem junge Menschen nahmen daran teil. Darunter war eine grosse Anzahl Mädchen, Frauen, Polizisten, Lehrer, Religionsvertreter und ca. 70 Mitglieder der sogenannten „Motorcyclists“ – Mitglieder der berüchtigten kriminellen Banden. Einige ihrer Führer sagten später, das sei das erste Mal gewesen, dass sie friedlich zusammen mit der Polizei an einem Ort zusammen kamen. Der Anlass wurde von hochrangigen Vertretern der Liberia National Police, sowie von Repräsentanten der Ministerien besucht. Im Zentrum standen Appelle zum friedlichen Zusammensein und der Gewalt abzuschwören – insbesondere sexueller Gewalt gegen Mädchen und Frauen – und gemeinsam Wege zu finden, den Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Die lokale Presse und auch UNMIL Radio berichteten über diese Kampagne.
Bis Ende 2016 folgten weitere organisatorische und zusammenführende Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der 4 Blocks. Es ging darum die bestehende Zielausrichtung zu konsolidieren und die Immanuel Schule als „Epik-Center“ zu bestätigen und daraus gemeinsam ein Vorzeigemodell zu schaffen um die Bevölkerung zu motivieren, dass nur ein friedliches und gemeinsames Vorgehen der Problemlösungsfindung helfen und finanziell und materiell unterstützt werden kann.
Aus Anlass dieser zunehmend verbreitet akzeptierten Grundhaltung und weil sich allmählich ein vertrauensvolles Team heraus zu kristallisieren begann, wurde per Ende 2016 beschlossen einen Anlass mit der Bevölkerung durchzuführen – für einmal ohne Probleme zu wälzen, sondern den Jahresabschluss würdig und positiv anzugehen und sich auf das neue Jahr 2017 einzustimmen. Positiv und konstruktiv in eine Richtung gemeinsam in die Zukunft gehen und nicht zurück zu kehren. Wir nannten den Anlass „Finishing Well 2016“. Weit über 400 Menschen – vor allem Kinder – nahmen am 28. Dezember 2016 daran teil und wurde zu einem „Volksfest“ für ein paar Stunden. Der politische Advisor unserer Stiftung, Mr. Maxwell Jones, ehemals Assistent des Liberianischen Aussenministers, forderte und motivierte die Menschen am Schulmodell aktiv teilzunehmen und gemeinsam mit der Liberia National Polizei zusammen zu arbeiten und den Frieden wirkungsvoll zu stabilisieren, damit die heutigen Kinder Perspektiven für eine sichere Zukunft und Zugang zu Ausbildung haben.

Alle sind zuversichtlich im angelaufenen Jahr weitere positive Meilensteine gemeinsam zu erreichen. Diese sollen mit Hilfe der Schweizer Stiftung in einem in Planung befindlichen Workshops für das Jahr 2017 priorisiert, strukturiert und umgesetzt werden.